Historie

Den Motorradführerschein habe ich Mai 1993 im Alter von 29 Jahren gemacht – das erste Motorrad, eine Güllepumpe,  kam im Oktober und ich bin natürlich den ersten Winter direkt durchgefahren. Für den zweiten Winter hatte ich dann auch endlich gute Klamotten, immer noch kein Auto und die zweite Güllepumpe. Längere Motorradreisen waren damals noch kein Thema für mich, das Motorrad war Alltagsfahrzeug und wurde für Wochenendtouren (diese aber extensiv) genutzt.

Einen für einen Tag ausgeliehene XT600 brachte mich dann zu den Enduros. Das Handling auf engen Strässchen war im Vergleich zur Güllepumpe einfach nur genial. Leider war die danach von mir erworbene XT600K eine ziemliche Grotte, die Güllepumpe machte fast zeitgleich die Grätsche und es lief auch jobtechnisch gerade nicht so gut.

Nach 3 Jahren Fahrpause und wieder besseren Zeiten schaffte ich mir eine neue neue MuZ Baghira an, die das beste Preis/Leistungsverhältnis in ihrer Klasse bot. Das es eine Enduro werden sollte, stand fest, auch wenn ich bislang reiner Strassenfahrer war.

Prompt ging es im Sommer 2000 in die Alpen – Austria und Dolos. Irgendwie sind wir (Gerd mit 1100 GS und ich) dann mal auf einer Schotterpiste gelandet. War ein fürchterliches Geeiere, hat aber nen Höllenspass gemacht.

DreckenachEinen Monat später habe ich mich bei einem Endurotraining von Wolfgang Schade angemeldet. Ab da war es vorbei – ich sach nur: “Morbus Crossus”. Die Baghi bekam mehr und mehr Kampfspuren und für “richtiges” Gelände war sie halt auch einfach zu schwer (zum Aufheben…).
Ende 2000 konnte ich dann günstig eine technisch einwandfreie Suzuki TS 250 X erstehen, die mit 2-Takten, 33 PS und 123 kg für mein Fahrkönnen genau das Richtige war. Sie war eh nur Gelände gelaufen, sah aus wie die Sau, also: Egal!

Seit Herbst 2001 bin ich Mitglied im MSC Dreckenach, der eine legale Möglichkeit bietet, diesen schönen Sport auszuüben.

Von 2005 bis 2013 hatte ich kein Strassenmotorrad mehr und war nur noch im Gelände unterwegs. Seltener mal ein Rennen – was mir mehr liegt, sind die Baladen in Belgien, schöne Wochenenden auf unserem Vereinsgelände, hin und wieder Bilstain oder auch mal quer Beet.

Der TS250X folgten eine DR350SE, eine GasGas EC250, wieder eine DR350SE und schließlich auch noch ein Trialer: Eine Montesa Cota 315R. In den folgenden 1,5 Jahren packte mich die Trial-Fahrerei so sehr, dass Enduro und meine DR350SE schon ziemlich in den Hintergrund rückten.
Dies änderte sich allerdings nach dem Besuch der Enduromania 2006 mit 5 Leuten aus dem DR350-Forum. In der Folge fokussierte ich mich auf immer schwierigere Geländesituationen, die enduromäßig bewältigt werden sollten. Ich mag das Wort nicht, aber man nennt das Hardenduro.

Die DR konnte da irgendwann nicht mehr mithalten und so verkaufte ich 2006 die Montesa und die DR  zugunsten einer neuen Yamaha WR250F.  Die Trialerei hatte mir vor Augen geführt, dass ich mit einem leichteren Motorrad fahrtechnisch deutlich mehr umsetzen kann, als mit der schweren DR. Es geht einfach mehr und vor allem: Es geht lockerer!