Nach 4 Jahren endlich mal wieder Urlaub! Ende September sollte es nach Polen an die Ostsee gehen, um meine Mutter wiederzusehen, die dort in ein Seniorenheim gezogen ist. Davor und danach Städtebesuche.

Also erst mal nach Stettin, dann zu Muttern und danach nach Toruń, der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus. Rest offen.

Anreise nach Stettin

Motorradtechnisch eine Katastrophe: 10 – 13 Grad, Niesel- und Starkregen sowie Nebel. Und das über 400 km. War mir aber schon letzte Woche ob des Wetterberichtes klar, dass der erste Anreisetag bescheiden wird.

Unterkunft hatte ich vorab die recht günstige Pension Reinhards im Mittelalterstädtchen Hornburg gebucht. Netter Empfang, das Haus krumm und schief, aber ist halt so bei alten Häusern.
Zum Stadtrundgang kam dann doch prompt die Sonne raus und danach gab es noch eine leckere Pizza.

Am nächsten Tag ging es morgens bei 9 Grad, aber zumeist trocken los mit Ziel Stettin. Die Uckermark wurde durchquert und ich erreichte Stettin bei Sonnenschein.

Stettin

Da meine Transalp sich im Hinterhof des Hotels offenbar sicher fühlt, konnte ich beruhigt in die Stadt ziehen. Weitläufig, breite Straßen und man merkt der doch recht unterschiedlichen Architektur an, dass hier viel im Krieg zerstört wurde.

Mittagessen gab es in einer typisch polnischen Einrichtung, einer „Bar mleczny“ = Milchbar. Das sind Selbstbedienungslokale mit überwiegend deftiger Hausmannskost, die zu niedrigen Preisen unters Volk gebracht wird. Ich hatte ukrainischen Borschtsch und polnischen Bigos. Beides Sachen, die aus dem großen Topf am besten schmecken. Kostenpunkt: 2,61 € für beides! Da war der nachmittägliche Capucchino auf der Sonnenterasse teurer…
Morgen gehe ich da wieder hin – hier könnt Ihr Euch die mehrsprachige Speisekarte anschauen: https://turystaszczecin.pl – vorher aufschreiben was man will macht Sinn, da dort kaum jemand Englisch spricht.

Dann war ich noch im „unterirdischen Stettin“. An Gleis 1 des Stettiner Hauptbahnhofs befindet sich hinter Glaswänden versteckt der Zugang zu dieser Museums-Ausstellung. In den unterirdischen Gängen finden sich unzählige Exponate und Bilder aus der Zeit des zweiten Weltkriegs und der Zeit des kalten Krieges.

Der Stettiner Bahnhof und die sich dahinter befindlichen alten Fabrikgebäude boten sich dann für etwas Schwarz-Weiss-Fotografie an:

Toruń