Polen 2026 – Einleitung

Ja, was soll ich sagen: Der zweite Jahresurlaub in Folge in Polen und zum zweiten Male ohne Motorrad? Es ist nicht abzustreiten, dass ich bei dieser Art zu Reisen mit dem Minicamper mir mehr ansehen kann ohne dabei unflexibel zu werden. Motorrad ist jetzt halt auf´s Wochenende beschränkt.

Planung war entsprechend eher locker und auf einige POI´s beschränkt. Einfach mal schauen was kommt.

Samstag am späten Nachmittag losgefahren und gegen 21 Uhr in Thüringen irgendwo einen Stellplatz gefunden. Sonntag dann weiter zum ersten Ziel:

02.08. Burg Czocha

Die Burg ist mithin ein Hotel und nur mit Vorabbuchung in gewissen Zeitfenstern zu besichtigen. Aber: Rummel ohne Ende. Deswegen nach 18 Uhr, als alle weg, die Kasse zu, die Burg aber noch offen hatte, hingefahren. Sogar der sonst kostenpflichtige Innenhof war offen.

Zurück auf dem Campingplatz lecker Forelle gegessen, den Stuhl an den See gestellt und schön ist!

03. + 04.08. Jelenia Gora

Eigentlich hatte ich ja noch ein paar Aussichtspunkte und einen Wasserfall geplant. Aber auch in Polen sind im August Ferien. Und entsprechend überlaufen, also richtig überlaufen, waren die Ausflugsziele. Auch der angepeilte Campingplatz war voll – also weiter nach Jelenia Gora. Dort früh auf dem Auto-Camping Park für zwei Tage eingecheckt und dort am zweiten Tag den heißesten Tag der Woche im Schatten ausgesessen. Der Platz: Top! Viel Platz, gute sanitäre Einrichtungen, ein paar Minuten in die Stadt und ein Biedronka direkt nebenan.

05.08. Auf dem Weg nach Kamienna Gora

Villa Wiesenstein – Wohnsitz von Gerhard Hauptmann

Heinrichsburg

Kloster Grüssau

06.08. Auf dem Weg nach Wroclaw

Friedenskirche Jawor

Evangelische Liebfrauenkirche Liegnitz und Aussicht vom Turm

07.08. Wroclaw (Breslau)

Jüdischer Friedhof

Universitätsmuseum und Blick von der Aussichtsplattform

09.08. Speedway beim ROW Rybnik

Speedway erfreut sich in Polen relativ großer Beliebtheit. Ich habe das noch nie live gesehen und deswegen war das Rennen beim ROW Rybnik gesetzt.

ROW steht für „Rybnicki Okręg Węglowy“, auf Deutsch etwa „Rybniker Kohlenrevier“.

Der Name stammt aus der Zeit, als der Steinkohlebergbau die Region um Rybnik stark prägte. Der heutige Speedwayverein trägt den Namen aus dieser historischen Tradition weiter. Der Verein selbst schreibt in seiner Chronik, dass sich der damalige Klub 1964 zum „Klub Sportowy Rybnickiego Okręgu Węglowego ‘ROW’ Rybnik“ umbenannte.

Die Fankurve im Amfiteatre war lautstark und hatte sogar große Trommeln am Start:

Fanfaren, Sprech-Chöre: “ ROW, ROW, ROW“ – Bombenstimmung!

Start und Kurvenaction – immer quer und Vollgas:

Jedes Rennen ging über 4 Runden und nach jeweils 2 Rennen musste die Strecke mit 3 Treckern gradegezogen und mit einem Wasserwagen bewässert werden:

Das Publikum bekam eh jede Menge Staub ab. Gehörte aber dazu und wurde wie die Helden auf den Moppeds gefeiert. Fazit: So muss Motorsport sein: Höllenlaut und dreckig!